Die Auswärtsfahrt zum FC Augsburg

OK, auf geht’s zur dritten Runde, zum zweiten Auswärtsspiel voller Hoffnungen und auch voller Zuversicht. Geht es doch um den vermeintlich schwachen Gegner, da auf dem letzten Tabellenplatz in der noch sehr jungen Aufstellung. Zumindest ich dachte fest daran, dass wir keine bessere Zeitvertreibung für diesen schönen Montag finden könnten und reisten mit stolzer Brust und Siegesgewiss nach Augsburg. Wir, das ist ein kleines Häufchen „Eiserner“, das Dank der Ferien trotz des Arbeitstages Montag immerhin schon mal 30 Leute zählte. Auch der FG-Bus, welcher annähernd zeitgleich seine Reise angetreten hatte war mit ca. 35 Fans nicht ganz voll. Alles zusammen sollten wir dann vor Ort, zusammen mit den Fans aus der näheren Umgebung ca. 150 bis 180 Fans sein, die unseren SCF durch seine Begeisterung zum Sieg verhelfen sollten. Aber von Anfang bitte.

Abfahrt war auf 13.20 Uhr avisiert. Dank eines freundlichen Anrufes dass es sicher etwas später werden würde ängstigte ich mich nicht, als einziger in Emmendingen zusteigender eventuell vergessen worden zu sein. Später gesellte sich mir noch einer zu, der aber, wie sich bald herausstellte mit dem FG-Bus fahren wollte. Also hat nicht nur der Supporters-Bus den Zwischenstopp für einen Gast machen müssen, sondern auch der FG-Bus.

Nach weiteren Zwischenhalten in Herbolzheim und Offenburg verlief unsere Anreise eigentlich wie immer feucht, fröhlich, locker, laut und heimelig. Ich fahre gerne mit dem Supporters, auch wenn das bei „Anderen“ mit Unverständnis, Argwohn und Skepsis beäugt wird. Viele, die ich sehr lange kenne hegen immer noch den trüben Gedanken nach, es handelt sich bei den Supporters ausschließlich um unliebsame Elemente, mit denen man als „anständiger“ Fan eben nicht in einen Hut geschmissen werden will. Nun, jeder kann sich seine eigene Meinung bilden und der stetig zunehmende Zustrom sowohl in der Mitgliederzahl als auch bei den Mitfahren straft da so manche Lüge. Wir warten getrost ab und lassen jeden selber herausfinden, wo er sich aufgehoben findet.

O.K. trotz anfänglicher Befürchtungen kamen wir in gar keinen größeren Stau und so konnten wir kurz hinter Stuttgart einen längeren Stopp einlegen um den 30sten Geburtstag von Patrick Roth gebührend zu feiern. Reichlich früh am Abend (das Spiel wurde leider erst um 20,15 Uhr angepfiffen) wurden wir mittels eines freundlichen Motorradfahrers in grün-weißer Uniform vor das kleine, aber feine Stadion gebracht. Die Hoffnung auf eventuell dargebotene Freikarten zog sich unendlich in die Länge. Die, die draußen ausgeharrt hatten wurden letztlich aber dann doch noch belohnt. Es war auch nicht die allergrößte „Prüfung“ bei schönem Wetter direkt vor dem Eingang und mit dem eigenen Bus am Straßenrand die Zeit zu verbringen. Merke, Supporters-Bus-Transfers beinhalten alle Getränke. Endlich gingen wir rein, hängten die Fahnen auf und harrten der Dinge, die nun kommen mussten.

Es gab keinerlei Hektik, denn (fast) alle waren sich darin einig, dass nur ein Sieg „unserer“ Mannschaft dieses Duell entscheiden könnte. Munter losgespielt also und uns in dem Glauben belassen, es könne da gar nichts anbrennen. Zumindest hatte es den Anschein, dass unsere Jungs alles in Griff hatten und es nur noch eine Frage der Zeit war, bis der erste kollegiale Aufschrei das erste Tor verkünden würde. Diese Schrei war dann leider eher ein Schmerzensschrei und erschwerend dazu, da das Tor auf der anderen Seite des Spielfeldes gefallen war und allerlei „Spekulationen“ Tür und Tor offen ließ.
Als vorherrschende Meinung war schnell ein Fehler des Herrn Nulle ausgemacht und wir Fans waren reichlich verunsichert. Daran änderte sich leider nichts und so blieb uns nur, auf eine bessere zweite Halbzeit zu hoffen.

Ja, sie spielten wieder recht anschaulich und hinterließen durchaus das Bild einer überlegenen Mannschaft. Aber was nützt das, wenn de Gegner mit 1:0 vorne liegt. Langsam begannen wir uns mit dieser sehr unschönen jedoch wohl kaum mehr zu vermeidenden Tatsache abzufinden, dass wir wohl unser zweites Auswärtsspiel verlieren würden. Welche Freude, als dann endlich das Ausgleichstor und mit dem die neuerliche Hoffnung bei uns eingezogen ist. Wie gesagt, ein nettes, anschauliches „Spielchen“, aber es sollte beim nicht ganz verdienten 1:1 bleiben. Sind wir ehrlich, wir hätten da auch mit drei zu null nach Hause geschickt werden können. Schade, aber nicht zu ändern. Jetzt müssen sie nun am nächsten Montag zu Hause gegen Hoffenheim alles wieder gut machen und das wird, so vermute ich, erheblich schwerer sein. OK, abhaken, Bus suchen und heimfahren.

Durch die späte Anpfiffzeit waren wir dann doch erst gegen 3,30 Uhr wieder zu Hause und das, obwohl der eigentlich selbstverständliche Stopp bei einem „Mac,,,,“ auf einer Supporters-Rückfahrt diesmal ausgefallen ist.

Mit diesem Unentschieden müssen wir jetzt halt leben, ich würde mir auch einen besseren Platz als die Nr. 10 in der Tabelle wünschen. Aber wir sind zuversichtlich, wir arbeiten daran und sollte irgendjemand nun extremes Bauchweh deshalb bekommen, der neue Trainer wird es schon richten.

So, das war`s für dieses Mal. Schaut Euch die Bilder an, alle wird gut.

Bis dann,
Euer Jochen