Ja, Paderborn ist auch ganz schön weit weg. Was bei der jeweiligen Hinreise recht lästig ist, nämlich das frühe aufstehen wird bei der Rückreise als sehr erfreulich ausgeglichen. Wenn sie schon um 14 Uhr spielen kommt man halt immer etwas früher wieder heim. Als großes Lob und zum ständigen Ansporn bei gleichen Gelegenheiten und Bedingungen sei hier zu allererst hervorgehoben, dass die FG sich an die Supporters gewandt hat und diese „nicht“ abgewimmelt haben. In der Vergangenheit ergab es sich ja schon diverse Male, dass ein sog. Supporters-Fahrer bei der FG mitgefahren ist. Dieses Mal war es umgekehrt, die FG hat angefragt und die Supporters haben ja gesagt. SUPER. Da geht doch endlich was in die richtige Richtung. Von wegen, da fahr ich doch nicht mit. Wenn es eben nur 27 Fans sind, die den SCF auswärts in Paderborn sehen wollen, macht es halt wirklich keinen Sinn, mit getrennten Bussen anzureisen. Diejenigen, die das nicht akzeptiert haben und lieber zu Hause geblieben sind, sie werden sich umstellen müssen, denn es ist fest eingeplant ab sofort bei geringer Resonanz die Busse zusammenzulegen und zwar zum Preis des niedererer angebotenen Unternehmers. So sind wir halt mit zwei unbekannten, mürrischen Fahrern morgens um 4.30 Uhr abgefahren. Musik ging nicht, außer Radio. Kästen mussten in die Sitzreihen und permanent diese Drohung, wenn nicht sofort jeder wieder auf seinem Platz sitzt, muss leider laut StVO mit 65 KM gefahren werden. Das kann auf die Dauer schon etwas stressen. Obwohl Claudia keinen Kuchen dabei hatte und Kai-Uwe partu nicht singen wollte, die Stimmung war gut und auch das Wetter spielte brav mit. Wir sind die Strecke über Kassel gefahren, da die Herren ihr Navi so eingerichtet hatten. Aber auch das war letztlich egal, lang war es immer. Zum Frühstück in Bruchsal, wie so oft. An Sonsten Gas geben, man weiß ja nicht, was noch kommt. Erfolg, auf einem Rastplatz vor Paderborn dann 45 Minuten Pause und trotzdem noch 1,5 Stunden vor Spielbeginn vor Ort. Die Bilder gleichen sich notgedrungen immer öfter, denn sowohl die Mitreisenden, als auch die Busse oder die angefahrenen Parkplätze ähneln sich halt. Dank dem Getränke-Zehner (den muss man aber nicht nehmen) haben einige sich erfolgreich bemüht, möglichst schnell das Bord-WC zu füllen. Mit dem Ergebnis, dass auf de Rückfahrt nur noch die Frauen drauf durften und entsprechend viele kleine Pinkel-Pausen nötig waren. OK.
Paderborn macht keine Ausnahme. An der Ausfahrt der obligatorische Polizeiwagen, der uns durch das Gewirr von Paderborn leitet. Was ein Schei… Der gut bekannte, alte, dunkle, dreckige Parkplatz mit seinem schalen, einladenden kleinen, verrosteten Türchen, was optisch einfach nur in den Wald leitet. Bald lichtet sich dieser aber und man wir dieses kleinen Holzhäuschen sichtig, wo die Eintrittskarten ausgegeben werden. Innen im immer noch gelichteten Wäldchen die ebenso bekannte lange Reihe von Dixi-Klo`s, die nicht nur so aussehen, als würden sie nie gewechselt, sondern sie riechen auch so. Eine schier riesige Zahl von grimmig dreinblickenden Damen und Herren mit gelben Westen hat sich im Inneren des Zaunes die Zeit vertrieben, denn zu unseren 27 wackeren Freiburg-Fans aus dem einzigen Bus gesellten sich noch höchstens 100 andere Fans, z.T. nur mit Schal z. T aber auch mit Trikot mit Namen wie Decheiver oder Kohl. Traut vereint rechts der Stand mit Bratwürsten, links der mit Fischbrötchen. (ich erinnerte mich, dass die sehr lecker waren) Davor und bevor man dann diese wunderschöne Treppe erklimmen musste um zum Stadion zu gelangen, noch der obligatorische Bierstand. OK. es gab lecker Warsteiner aus dem (kleinen) Plastikbecher und der 50 Cent Pfand, damit nachher nicht so viel aufzuräumen ist. Das Stadion eben so anheimelig, wie so ein Stadion eben ist, an dem seit Jahren nichts mehr geputzt, geschweige denn repariert worden ist. Wir sind ja am sog. Neubau vorbei gefahren, aber einheimische sind der Meinung, dass das nie fertig wird, weil permanent Einsprüche ein zügiges Bauen verhindert. Der Stadionsprecher ließ es sich aber nicht nehmen alle halbe Stunde darauf hinzuweisen dass das nun das letzte Mal sei, wo der Gegner aus Freiburg hier spielen würde. Das nächste Mal dann ganz sicher im neuen großen Stadion. Lassen wir uns überraschen. Die Paderborner haben so wie es aussieht nicht all zu große Chancen, sich in der 2. Liga zu halten. Was nichts heißen soll, denn es sind noch viele Spiele bis zum Ziel und jeder versucht ja, da oben hinzukommen. Nur wir nicht.
Sieben Mal nicht gewonnen und jetzt sogar gegen den Tabellenletzten drei zu zwei verloren. Es ist ein verdamm… Schei… und ich sag`s Euch, auch eine Rückreise nach so einem Erlebnis kommt einem viel länger vor. Zum eigentlichen Spiel sag ich ja nie viel, aber es ist schon komisch, wenn im Vorfeld nun schon wieder darauf hingewiesen wird, dass man ja leider spielentscheidende Spieler krankheitsbedingt nicht einsetzten kann. Das kennen wir doch aus der Vergangenheit zur Genüge, oder? Der „Neue“ Olee-Olee (sicher hab ich ihn falsch geschrieben) wird zwar eingesetzt, jedoch nach nur 20 Minuten wieder eingewechselt. Na, das kann ja noch werden, oder sagt da jemand was zu laut? Der nächst, der uns ja auch als Super-Talent angeboten wurde kam auch zum Einsatz. Und….er machte dann sogar ein Tor. Was ein Jubel.
Die Herren haben sich wahrlich in Paderborn nicht mir Ruhm bekleckert. Was, wenn sie am kommenden Sonntag gegen eine qualitativ erheblich besseren, nämlich die Augsburger, wieder nichts reißen, und, auswärts in Hoffenheim nicht mithalten können? Die BZ. von heute betitelt ganz einfach; sie stehen da, wo sie hingehören. Nur, zumindest ich hoffe doch immer noch, dass sie vielleicht doch etwas weiter nach oben gehören. Unser aller Hoffnungsträger aus Afrika zurück, der wird das dann alles in die Wege leiten. Ich würde es mir wünschen und das, was ich dazu beitragen kann, bin ich gerne bereit zu tun.
In diesem Sinne, nur nicht den kopf hängen lassen, das wird schon. Mal sehen was am Sonntag geht.
in diesem Sinne verbleibe ich mit hoffnungsvollem Blick nach vorne.
Euer Schriftführer Jochen Knoll.
P.S. Schaut auf meine Bilder. Wie viel Platz wir hatten. Anders wie damals im Pokal, wo sie uns diese Unmenge von Schulklassen mit hinein gegeben haben.