Auswärtsspiel bei 1899 Hoffenheim

Gleich vorab, es sind bisher in dieser Runde noch nie so viele Fans aus Freiburg zu einem Auswärts-Spiel mitgefahren. Ein Schuft, wer dabei nur dran denkt, dass das halt auch nicht so weit weg ist. Stimmt übrigens auch gar nicht, es ist ganz schön weit zu fahren. Ich war im Supporters-Bus, andere im FG-Bus und einige mit Bahn und privatem PKW. Wie z.B. die Anja. O -Ton:  Natürlich kannst Du mitfahren, aber ich fahre nicht zurück, bleibe in Heidelberg. Super, oder? Aber auch meine andere ehemals doch sichere Mitfahrgelegenheit, der Bernd, ohne Crespo, der war nicht mitgereist und auch gestern nicht im Mösle, es wird ihm doch wohl nichts passiert sein? O –Ton: Mein Auto war voll und jetzt zurück nehme ich den Baranowski mit. Schon wieder super, oder? Nun, genug geärgert. Hast halt selber Schuld Jochen, wenn Du Dich bei Leuten aufdrängst, die Dich nicht mehr mögen. Wir hatten eine recht kurzweilige Fahrt, mit Schwerpunkt auf Singen, Lachen und Trinken und zwar in dieser Reihenfolge. Ich habe erst recht spät gemerkt, dass ich meine sonst übliche Zurückhaltung zeitweise erfolgreich unterdrückt habe. Will heißen, ich war ganz schön knülle, was mir gestern beim Spiel der Amas im Mösle, welches leider ebenfalls in die Hose gegangen ist, auch prompt von einigen „Kumpels“ recht schadenfroh unter die Nase gerieben wurde. Ich geb`s  ja zu, aber ich bereue nichts. Nur, dass ich leider viel zu alt bin, um noch eine Nacht durchzumachen. Schade, ich wäre auch gerne noch mit zum „Pannemann“ gegangen. Lediglich die Rückfahrt war dann eben schon ein tolles Kontrastprogramm. Ich musste nämlich dieses Mal in Freiburg einsteigen und daher mit dem Auto Heimfahren. Gut, es hat geklappt und Schwamm drüber.

Wir hatten ja gutes Wetter, genügend Zeit und später im Stadion auch wirklich eine gute Stimmung. Eigentlich rechneten wir alle mit einem Sieg, zumindest mit einem Punkt. OK, es ist anders gekommen. Die Hoffenheimer sind halt gut, sehr gut aufgestellt und spielen einen tollen Fußball. Aber, das haben vor uns auch schon andere gespürt und wir seins sicher auch nicht die letzten, die da verlieren. Gott sei Dank haben unsere Mitstreiter um einen der drei begehrten Plätze auch nicht wirklich was erreicht, so dass wir dennoch auf Platz fünf verbleiben. Anders ausgedrückt, wenn wir nun bald mal wieder ein oder zwei Spiele gewinnen können, kommen wir unserem Ziel unausweichlich auch wieder näher. Ich denke, es gibt schon noch einige Spiele in dieser Rückrunde, die wir für uns verbuchen können, auch wenn Hoffenheim zurzeit wirklich besser spielt.

Wie gesagt, keine schöne Rückfahrt, dazu zumindest für mich höchst ungewöhnliche, sehr lange Routenführung u. A. über Bötzingen und dann in Freiburg beim Bus aufräumen auch noch ein „Geschenk“ von sog. Fans, die wir eigentlich nur von Hoffnheim mit zurückgenommen haben. Für gerade mal 10 Euro haben die sich richtig danebenbenommen und sind stillschweigend abgehauen. Ich hoffe sehr, man wir diese Leute rausbekommen, sie sollen den materiellen Schaden bezahlen, den ideellen können sie nicht mehr gut machen. Zumindest sollten sie nicht mehr in einem Supporters-Crew–Bus mitfahren dürfen. Mal sehen.Am nächsten Samstag, nach dem Spiel unserer Amas im Mösle ist die Mitgliederversammlung 2008 der Supporters-Crew angesagt. Mal schauen, ob nicht auch das dann ein Thema sein wird. Also. Jetzt da, nicht alles so negativ sehen.

Es geht natürlich immer weiter und erst am Schluss werden die Endabrechnungen gemacht. Ein toller Spruch von eben diesen Supporters soll dieses Mal mein Schlusswort sein. Ein riesiges Transparent: IHR SCHAFFT DAS JUNGS (Ist übrigens auch vom letzten Heimspiel übernommen worden.) Schaut Euch die Bilder an. Wem dabei auffallen sollte, dass die Qualität (vielleicht) etwas schlechter ist, ich habe eine neue, viel preiswertere Camera in Betrieb genommen. Trotzdem viel Vergnügen und bis zum nächsten Mal entweder mit dem SCF auswärts oder mit den German-Supporters in Basel.

Bis dann, Euer Schriftführer Jochen Knoll.
PS: Ich möchte dran erinnern, dass keiner in irgendeiner Form verpflichtet fühlen soll, diese, meine persönlichen Eindrücke zu lesen. Es gibt noch zahlreiche andere „Schreiberlinge“, die sich mit dem gleichen Themen herumschlagen.