Freunschaftländerspiel Deutschland:Serbien

OK, gegen Weißrussland war es irgendwie spannender. Ich weiß auch nicht warum, aber die deutsche Mannschaft hat mich eine Woche zuvor, eben gegen Russland nicht wirklich überzeugen können, aber es war eben das Erlebnis, großes Stadion, viele Menschen tolle Stimmung und ich da mitten drin. Jetzt also Serbien. Fast die gleichen Fans im Bus und schon so eine kleine „Abgeklärtheit“ unter uns. Man ist halt dabei, nimm es bloß nicht zu ernst, es ist doch „NUR“ ein Testspiel. In Gedanken bin ich also heimlich beim ersten „richtigen“ Spiel, wo ich eine Karte vom Michael zugesagt bekommen habe. Deutschland / Kroatien. Aber zurück zu diesem Spiel. Dieses hatte nämlich auch eine ganz besondere Bewandtnis. Ich habe das Spiel mit allem Drum und Dran auf der Rückfahrt vom Spiel in Basel bei einer Verlosung gewonnen. Nie hätte ich gedacht, dass ich da mal gezogen worden wäre. Aber, was tut Gott, er lässt mich gewinnen und schon bin ich dabei. Bär als Fahrer und ich als Zusteiger beim Pizza-Hut im Knaddly`s Land. Fast hätten sie mich suchen müssen, weil Michael meine Handy-Nummer nicht im Speicher hatte. Sicher einer der ganz wenigen, denn meine Nummer hat sonst eigentlich jeder. Michael nun auch. Im hinteren Teil des Busses war eine größere Gruppe verhältnismäßig junger Fans, die ungeheuer viel getrunken, viel gesungen, viel auf`s Klo gerannt und viel geraucht haben. Nicht das Angenehmste, aber dafür hatte ich fast die ganze Fahrt wieder eine Reihe für mich (Danke Michael). Schön auch, dass Michael Leis mit an Bord war, so hatte ich neben den anderen Kumpels auch noch ein Bobbele-Mitglied dabei.

Zum eigentlichen Spiel kann und will ich, wie immer, nicht so viel sagen. Kann ich doch sowieso immer nur meine persönliche Meinung sagen. Diese war nicht befriedigend. Die Leistung unserer „Helden“ könnte und müsste sich zur EM noch gewaltig steigern und das Endergebnis war eher schmeichelhaft. Einige „Fans“, die sich in Gebaren und Lautstärke, sowie im Konsumieren von Bier ganz besonders hervorgetan haben hatten Jacken an mit dem Hinweis „Stadionverbote halten uns nicht auf“. Mit Recht, sämtliche Einwände der zumeist erwachsenen Zuschauer, die in den Genus einer ersten, bzw. zweiten Reihe (danke Michael) gekommen sind sahen sich permanent diesen Brüllaffen ausgesetzt, die auch nicht mehr sicher standen, also völlig unkontrolliert über sich und die Bankreihen geflogen sind, wobei dann in schöner Regelmäßigkeit das Bier über uns verschüttet wurde. Es war nicht schön und auch nicht witzig. Aber, es waren keine, die aus Freiburg kamen. Eher von Karlsruhe und weiter weg. Den am weitesten entfernt wohnende haben wir übrigens in Paderborn aufgeladen.

So, ich glaube, ich belasse es heute mal mit diesem Bericht. Es ist bei mir viel geschehen und ich komme leider erst jetzt dazu, über diesen Trip zu berichten. Tut mir leid, wenn der geneigte Leser hier etwas mehr erwartet hat, aber dafür gibt’s genügend Bilder und die sagen ja manchmal mehr als Worte.

In diesem Sinne verbleibe ich bis zum nächsten Mal, Euer Schriftführer Jochen Knoll.