Was für ein komisches Zeitgefühl muss man haben, um ein Freundschaftsspiel der Deutschen Nationalmannschaft an einem Werktag (Dienstag) um 17,45 Uhr steigen zu lassen. Erstaunlicher weise haben sich aber doch über 47.000 Fans im Stadion in Kaiserslautern eingefunden. Aber mal der Reihe nach. Michael hat mich angerufen und gefragt, ob ich Zeit und Lust hätte, mit zum Spiel nach Lautern zu fahren. Ich hatte beides. Wir verabredeten uns an der Tankstelle beim Pizza-Hut und meine Überraschung war da, als ein 9-Sitzer vorfuhr mit Michael am Steuer und lediglich zwei weiterer Fans. OK mit mir schon vier. Später holten wir noch Ottlie und seinen Sohn ab und in Offenbug am Parkplatz kam Bär noch dazu. Das war`s dann. Flott wie ein Mercedes-Sprinter sind wie da runtergerast. Viel zu früh, dachte ich. Aber es stellte sich heraus, dass noch etliche Karten zu verkaufen waren. Alle haben wir allerdings nicht unterbringen können. Eine gelungene Sache ist der Umbau des Stadions. Ich kannte das noch nicht und ich hätte mir gewünscht, sie hätten auch den Standort gewechselt. Wenn man keinen Bus bekommt ist es ein langer steiler Weg und bei solchen Temperaturen für mich fast zu viel. Wie gesagt, schönes Stadion geworden. Aber fast nur Deutsche drin.
Ich habe leider meinen Schal nicht tauschen können und kaufen wollte ich ihn nicht. Eins was ich wohl nie verstehen werde ist, wie man so blöd sein kann während der Nationalhymne des Gegners sich daneben zu benehmen. Aber da es eigentlich immer geschieht muss das wohl ein besonderer Kick sein. Das Spiel ist schnell analysiert.
Die Anfangsaufstellung war super und die armen Russen hatten eigentlich keine Chance. In der zweiten Halbzeit wollte (musste) Jogi wohl alle die noch mal spielen lassen, die er am anderen Tag aussortieren wollte. Dadurch war kein richtiges harmonisches Spiel mehr möglich und wir hatten das Nachsehen. Ein großer Teil, sicher nur Fußball-Touristen, hat das nicht gerafft und dadurch ist die Stimmung gedrückt gewesen. Da haben doch tatsächlich einige angefangen zu pfeifen und, ihr wisst es, andere machen mit und es ist Schei… OK 2:2 ist nicht berauschend, aber wohl viel wichtiger ist, dass Schweini nicht ernsthafter verletzt worden ist von so `nem Depp bei einem Freundschaftsspiel. Die Rückfahrt war noch flotter, denn Ottle musste bereits um 22 Uhr seinen Dienst antreten. Um 22:14 Uhr haben wir ihn vor seiner Arbeitsstelle abgesetzt. Ich zurück zum Pizza-Hut, übrigens eine gute Adresse für einen Einstieg in einen Bus der German-Supporters, und ab nach Hause.
Ich freue mich schon jetzt auf Samstag, da geht es in die Arena auf Schalke zum letzten Vorbereitungsspiel gegen Serbien. Ich werde davon berichten.
Schaut Euch nun noch, wie immer, einige Bilder an, damit man sich was darunter vorstellen kann.
Bis bald, Euer Schriftführer Jochen Knoll