Der erste Spieltag beim Aufsteiger FC Augsburg

Zumindest ich war nicht erst auf der langen Heimreise durch die verregnete Nacht reichlich sauer und enttäuscht von „unserem“ Start in diese neue Runde. Mal abgesehen vom Gesamteindruck, den unsere Jungs da auf mich gemacht haben, kann ich es nicht nachvollziehen, wenn in einer wirklich entscheidenden Phase ein Spieler bei seinem Versuch, den Ball Richtung gegnerisches Tor zu befördern gleich zwei mal zu Boden geht, entweder aus Unvermögen, oder, wie lautstark gemunkelt wurde, weil er das falsche Schuhwerk gewählt hat, egel. Warum wird dieser, und damit auch wir, nicht einfach „erlöst“ und unser bewährter Joker, der natürlich auf der Bank sitzt, schleunigst eingewechselt?

Ein Start in die so heiß ersehnte neue „Runde“. Begonnen mit der Vorstellung der neuen Mannschaft und einem Freundschafts-Spiel gegen Bremen zu Hause, (ich habe darüber bereits vorher abgelästert), weiter mit einem DFB-Pokal-Spiel, welches schlechter nicht hätte ausfallen können….(das Ausscheiden in der ersten Runde ist auch finanziell ein herber Verlust). Gut, aber das war ja alles im Vorfeld bereits abgearbeitet und jeder freute sich nun darauf zu erkennen, wo unser neuer Trainer da jetzt seine Schwerpunkte gesehen und gesetzt hat. Und was ist da gelaufen? Ich konnte es jedenfalls nicht erkennen. Wir stehen wahrlich vor wegweisenden Spielen. Als nächstes in Bremen, dann München, später Schalke usw. Wo sollen wir denn die nötigen Punkte machen, wenn nicht bei solchen Vereinen, die vermeintlich auf „unserer“ Höhe mitspielen. Ich höre da mal auf zu „Unken“. Man darf gespannt sein, wie es weiter geht. Jetzt aber doch noch zum eigentlichen Grund, nämlich zum ersten Spiel. Auswärts gegen Augsburg. Einer der Aufsteiger vom Vorjahr und einer Spielstätte, wie wir sie (vielleicht) auch bald haben werden. Außerhalb der Stadt mit viel Platz für Anreisende. Ein Fassungsvermögen von ca. 35.000 Fans, natürlich alles modern, offen und großzügig und den unvermeidlichen Plastik-Kärtchen, die dem Fan die einzige Möglichkeit eröffnet, sich ein Getränk oder was zu essen zu beschaffen. Kritisch, eine solche Karte zu bekommen, (es gibt so Händler, die sie vor Ort verkaufen) aber höchst unangenehm, diese nach dem Spiel (falls doch Guthaben drauf ist) wieder zurück zu lösen.  Die Schlangen vor den Ständen sind imposant. Aber auch, wie gesagt, alles sehr geräumig, sehr übersichtlich, sehr sauber und auch keinerlei übertriebene Hektik beim Personal zu spüren. Der Fan-Block gut und übersichtlich mit genügend Platz. Übrigens sind wirklich viele Freiburger, wie ich, zu diesem ersten Spiel gekommen. Viele Autos, viele Zugreisende und 7 Fan- Busse. Super, wo waren die denn alle, als es in Unterhaching um den Pokal ging? Die Augsburger waren höchst motiviert und hielten gut dagegen. Trotzdem gab es recht bald „unser“ Tor, welches sicher alle so erwartet haben, ja wohl für selbstverständlich gehalten haben. Nicht erwartet haben wir die Reaktion des Gegners aber dann eben auch schon gar nicht die geradezu spontane Erwiderung unser Mannschaft. Gut so, sehr gut. Der SCF ist wider vorne, logisch doch oder? Und so soll das Spiel dann halt bitte jetzt zu Ende gehen. Denkst de. Wenn man statt zügig voran zu schreiten eher herumrutscht, braucht man sich nicht zu wundern, wenn dann der Gegner ebenfalls seine Möglichkeiten nutzt. Es kommt der Ausgleich und in der Nachspielzeit (drei Minuten) fast noch der gegnerische Siegtreffer. Alles in Allem höchst unbefriedigend und durchaus verbesserungswürdig. Abhaken und weiter machen. Es kann nur besser werden.

Die Rückfahrt war den Umständen entsprechend nicht soooo begeisternd, zumal bei dieser Fahrt wieder mal die zwei eigentlich nur „unmöglichen“ Brüder mit dabei waren. Sie saßen nicht nur auf „meinem“ Platz, sonder sangen, brüllten und tranken ohne erkennbare Pause, was sehr störend war. Ich kann nicht verstehen, wie man so viel trinken kann, selbst wenn es Bier ist. Wo bleibt das? Wo soll da noch Geschmack sein? Also schon die Hinfahrt sehr lästig mit den Zwei, weil viel zu laut und viel zu aufdringlich. Die Rückfahrt dagegen dann eher leise, weil beide Komaartig rumlagen und höchstens streitsüchtig auf die Anderen wirkten. Es ist nicht schön, wenn man sich so gar nicht im Griff hat, aber wohl auch nicht zu vermeiden. Wer weiß denn schon beim Fahrtantritt, was hinterher dabei herauskommt. So ist es dann auch wieder und einfach nur zum Hinzunehmen.

Fazit.  Es kann nur besser werden und ich werde Euch wie immer von meinen Erlebnissen bei den Auswärtsspielen durch solche „Berichte“ erfreuen. Zusätzlich natürlich auch wieder reichlich Bildmaterial, in welchem sich so mancher SC-Fan unverhofft erkennen wird. Wir bleiben dran.

Ich grüße Euch und bleibe stets Euer Schriftführer
Jochen Knoll.