Auswärtsspiel in der Veltins-Arena auf Schalke

So langsam fehlen mir die passenden Worte und irgendwie auch die Motivation. Daher versuche ich auch erst heute etwas über diese doch recht lange Reise in die schmucke Veltins-Arena auf Schalke und den damit verbundenen Spielverlauf zu sagen. Es ist eigentlich nicht zu verstehen und auch für mich nicht nachvollziehbar.

Unsere Jungs sind gut drauf, spielen einen guten anschaulichen Fußball, machen öfters das erste, vielleicht das entscheidende Tor, und verlieren in schöner Regelmäßigkeit ihr Spiel. Das Ergebnis ist schnell in Worte gefasst. Die Fans sind frustriert und teilweise auch schon sauer und wir stehen auf einem Abstiegsplatz. OK, sagt jetzt der Fachmann, wir haben mal eben 7 von 32 Spielen gemacht. Also bitte Piano. Aber wen tröstet das auf einer achtstündigen Rückreise im Fan-Bus? Mich nicht richtig. Woh, dieses Mal sind über 1000 Freiburg-Fans mit nach Schalke gereist. Was ein Ergebnis! Nur, wenn man dann erfährt, dass es 1000 Freikarten gegeben hat, schon nicht mehr soooo woh, oder? Was unbedingt hier auch zur Erwähnung kommen „MUSS“. Zwei allseits wohl bekannte Supporters-Mitglieder sind doch tatsächlich von Heidelberg aus mit dem Fahrrad zum Spiel gekommen. Alle Achtung vor dieser Leistung. Durch das ganze Theater um den Papst-Besuch war im Vorfeld unklar, wie, wo und wann wir im Bus zusteigen konnten. Mit ca. 10 Minuten Verspätung war es aber für mich eigentlich wie immer. Nur von Herbolzheim dann zurück hatte ich gleich zwei Anfragen. Eine Sexau, die andere Denzlingen. Aber auch das ging gut. Die Reise eigentlich wie in letzter Zeit immer. Dadurch, dass sich die „Wilden Jungs“ transportmäßig von den Supporters getrennt haben, sind immer öfter, immer mehr sogenannte Unbekannte, also keine Supporters-Mitglieder, im Bus. Das ist einerseits gut und wichtig wegen der Auslastung, aber andererseits auch manchmal schon komisch und verwunderlich. Man kennt sich halt nicht und „DIE“ müssen sich anpassen, was nicht immer sofort gelingt. Sonst war aber alles wie immer und wir gut eine Stunde vor Spielbeginn vor der immer wieder faszinierenden Kulisse der Veltins-Arena. Dort von uns viele Busse und weiter drüben von den Schalker Fans schier unzählige Busse. Wohl wissend, dass es da nur etwas zu essen oder zu trinken gibt, wenn man so eine Plastik-Karte erwirbt, die man nach Spielende lieber nicht gehabt hätte. Die Schlangen an den Rückgabe-Schaltern sind so lang, dass man die Welt verfluchen kann. Also besser vorher, noch im, bzw. am Bus was gegessen und auch noch ein Bierchen getrunken und schon hat sich das Problem erledigt.

Im Stadion dann auch wieder alle vertraut vereint und ich habe einen Platz aufgehoben für Anjas Schwester, da diese noch im Urlaub in Griechenland war. Hoffentlich hat sie ihren Beitrag dazu geleistet, dass die Griechen im Euro-Verbund bleiben können. Ich habe wieder die schon obligatorischen „Super-Bonbons“ mitgebracht bekommen, die es hier bei uns gar nicht gibt und daher immer von Anja besorgt werden. Ein Danke dafür auch an dieser Stelle. Kleinere Probleme gab es dadurch, dass es einigen Schalke-Fans wohl gelungen ist, sich unerkannt direkt unter uns Supporters zu mischen. Als dann das Blatt sich gewandelt hat, fingen sie an zu brüllen und zu klatschen. Ergebnis. Eine wüste Rangelei und mehrere Rauswürfe. Alle von Schalke.

Über das Spielgeschehen verlaute ich ja nie unbedingt viel oder detailliert. Das können Andere sicher besser. Glauben sie zumindest. Hier aber mal so viel. Ich weiß nicht, warum sie so spielen. Sie können anders, das weiß fast jeder. Sie wollen entweder noch nicht, oder sie bekommen Geld oder Bonuspunkte für die Art, wie sie sich weigern, die absolut vorhandenen Torchancen zu verwerten. Wenn permanent Spieler, die in der Vergangenheit als kompaktes Team aufgetreten ist im Moment den Kontakt zum gegnerischen Spieler derartig scheut, dann muss da was sein, was wir noch nicht erkannt haben. Bleibt unterm Strich nur zu hoffen, dass sie bald anfangen wieder ihren gewohnten Angriffsfußball zu spielen. Es ist zwar noch viel Zeit, aber  es macht einfach mehr Spaß wenn sie dabei auch gewinnen. So sind wir halt wieder mal enttäuscht und frustriert an ca. 60.000 fröhlichen, hämischen, grinsenden und wichtigtuenden Schalkern zurück zu unserem Bus geschlichen.

Die Rückfahrt war dieses Mal sehr chaotisch, sehr laut und auch sehr lange. Ich weiß wirklich manchmal nicht, warum ich mir das immer wieder antue. Um ca. 2:35 Uhr war ich zu Hause und habe doch tatsächlich schon wieder an das nächste Spiel am Samstag zu Hause gedacht. Sagt`s ruhig. Dem ist auch nicht mehr zu helfen. In diesem Sinne. Da sind auch noch einige Bilder zur Erläuterung und für die, die sich gerne hier wieder sehen.

Ich grüße Euch bis zum nächsten Mal,
Euer Schriftführer,
Jochen Knoll